Haltung, Fütterungen und Aufzucht von Bartagamen Schlüpflingen/Jungtieren - Reptile-Planet Ihr Reptilien Spezialist

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Haltung, Fütterungen und Aufzucht von Bartagamen Schlüpflingen/Jungtieren

Name:
Streifenköpfige Bartagame (Pogona vitticeps)
Herkunft:
Pogona vitticeps bewohnt das östliche zentrale Australien. Das große Verbreitungsgebiet umfasst das südwestliche Queensland, das südöstliche Northern Territory, das westliche New South Wales, den Nordwesten Victorias und das östliche South Australia. Die Bartagame bewohnt halbtrockene Wälder und Trockenwälder und bevorzugt Gebiete mit hoher Sonneneinstrahlung.In Queensland überschneidet sich das Vorkommen mit dem der Pogona henrylawsoni
Klima:
Steppe, Halbwüste. Trocken, warm bis heis.
rel. Luftfeuchte:
30% Tagsüber, 50-60% Nachts (Microklima in hohlen Stämme oder Höhlen mit leicht feuchte Bodengrund oder Moos
Temperatur:
30-35°C, Wärmeplatz mit UVA/B Beleuchtung 44-48°C
Fortpflanzung/Lebenserwartung:
10-15 Jahre in Gefangenschaft, 15-20 Jahre in Freiheit
Geschlechtsreif nach ca 12 Monaten. Inkubation bei 30°C, 65 Tage
Lebensweise:
Fast alle Arten sind semiarboricol und ruhen gern auf Baumstämmen, Baumstümpfen oder Zaunpfählen. Bartagamen sind Allesfresser, die Nahrung umfasst kleine Wirbeltiere, Wirbellose,  Blätter, Blüten und Früchte. Bei Bedrohung flachen die Tiere den Körper  ab, und dehnen die Kehle mit dem Bart durch Kontraktion von Muskeln  aus, die an knorpeligen Strukturen der Kehle (dem sogenannten Zungenbeinskelett) ansetzen. Gleichzeitig öffnen sie das Maul und präsentieren das gelbe oder rosafarbene Innere des Mauls.


Gesundheits Check
Einer der besten Käufe,die Sie machen können, ist ein Waage.  Wiegen sie Ihre Tiere Regelmäßig und schreiben Sie diese niederer.  Ein gewichtsverlust wird Sie frühzeitig  warnen, wenn etwas nicht ganz  richtig ist. Dies ermöglicht Ihnen, das Problem zu beheben, bevor es  lebensgefährlich wird. Gute Haltung und Kotuntersuchungenhäufig halten  Deinen Bartie glücklich und gesund für viele Jahre.
Vor der Winterruhe/Ruhephase, ist  es ratsam, bei einem  qualifizierte Reptilien Tierarzt eine Stuhlprobe  analysieren zu lassen  und ggf etwas daggegn zu unternehemn. Währen dieser 'Ruhephase' ist das  Tier besonders anfällig für   parasitäre Angriffe. So wie ein  Hunde-Welpe entwurmt werden muss, wird dies auch bei einem Bartie der  Fall sein, insbesondere wenn man mit pflanzlicher Nahrung aus der freien  Natur füttert, was durchaus gut ist, da abwechslungsreich, aber eben  auch ein 'Wurmbefall' dadurch nicht ausgeschlossen werden kann.
    
Terrarium
Ein Terrarium 60x30x40 oder 60x40x30cm ist in der  Regel ausreichend, um ein 15cm (mit Schwanz) Jungtier für ein paar Monate zu halten.  Diese Größe ist lang genug, um eine ordnungsgemäße Temperaturgradient  zu erreichen aber klein genug so das der Bartie auch die Beutetiere  finden kann.

Wenn Ihr Bartie wächst, wird ein größeres Terrarium benötigt.  Wir  verwenden Terrarium aus 15mm OSB Platten mindest Qualität D3 besser  wäre D4, wobei wir dies mit 2 Komponenten Epoxiharz versiegeln, welches  aus dem Bootsbau kommt und absolute umweltverträglich ist. Entlüftet  wird durch eine mit Lochblech verschlossen Schlitz im Deckel. Luftzuführ  durch einen Schlitz im unteren vorderen Bereich des Terrariums. Durch  die Versiegelung können die Terrarien leicht gereinigt werden (auch mit  einem Dampfstrahler) und sind UVA/B beständig. Die richtige Wahl der  Epoxi Harzes macht hier den Unterschied
Diese Terrarien sind auch in der Lage, die hohen Temperaturen der  UVA/B Strahler zu wiederstehen und haben bei weiten eine bessere  Wärmedämmung als Glasterrarien. Bei Glasterrarien wird im hohen Maße die  Umgebung mit beheizt, nicht zu erwähnen das bei Holzterrarien, eine  Änderung am Design oder Beleuchtung viel einfacher zu handhaben ist.

Auch für Schlüpflinge und Jungtiere gilt die Mindestanforderung Bartagamen von 5x4x4 von KRL

Wir können sowohl Bausätze, Standard (fertig zusammengabeut ohne  Einrichtung und Beleuchtung) alsauch Kundenspezifische Terrarien  liefern. In den letzten beiden Fällen können die Leuchtmittel, bereits  integriert werden (muss abgesprochen werden) oder einzeln mit dazu  bestellt werden, für die Handwerker in diesem Bereich. Im Normalfall  werden nur bei den kundenspezifischen Terrarien die Einrichtung und  Rückwende gestalltet. Dies ist bei den Bausätzen oder Standard Terrarien  ja eigentlich das schöne beim selber bauen. Hierzu mehr in unserem  Shop.
    
Boden Substrat
Wir bevorzugen Calclay für Jungtiere, da dieser Sand aus einer  Mischung von Calciumcarbonatsand und Lehm besteht und somit im hohen  Maße von den Jungtieren verdaut werden kann, sofern diese versehntlich  mal Sand essen sollten. Dies sollte nicht als Kalziumersatz Missbraucht  werden!!
    
Terrarienausstattung bei Jungtieren
    
Jungtiere profitieren von einer einfachen Umgebung.  Ein glatter und großer Flussstein ist ein ausgezeichner 'Felsen' zum  Sonnen. Je dunkler der Stein, desto mehr wärme wird gespeichert, was  durchaus ein positiven Effect haben kann.
 Verwenden Sie KEINE Wärme  Felsen oder Heizkissen, die den  empfindlichen Bauch eines Barties evtl verbrennen können.  Der einzige  Artikel in unseren Aufzuchtterrarien sind  Thermometer, ein  Futternapf  und eine flache Wasserschale. Andernfalls werden sich Beutetieren unter  Baumstämmen und Ästen verkriechen, wo die Jungtiere diese nicht  finden  können. Im schlechtesten Fall würden dann die Beutetiere die Barties in  der nacht anknappern. Ich persönlich fütterer die Tiere einzeln per Hand  und somit können keine Futtertiere im Terrarium bleiben. Selbst wenn  ich mal Steppengrillen ins Aufzucht Terrarium gebe, habe ich bis jetzt  noch nicht erlebt das diese einen Bartie was angetan haben. Um da sicher  zu gehen lasse ich ein wenig pflanzliche Kost über Nacht im Terrarium,  wenn ich mir nicht sicher bin das keine Futtertiere mehr drinn sind. Ein raffinierter Lebensraum mit vielen Versteck und Grabmöglichkeiten, ist  dann was für erwachsene Barties.
  
Aufzucht Terrarium 60x60x60cm , mit  70W HQI Strahler und 70W Reptile-Planet Optimax-UV 70-70 Flood Strahler. Mehr UV wie bei UV Brennern von Lucky Reptile oder Solar Raptor und ein fast Optimales UVB/UVI Verhältnis von  40-44 (Sonne 50-60). Lucky Reptile ist hier mit 22-29 weit weg vom Optimalen.

UVA/B Beleuchtung und die Auswirkungen
    
Beleuchtung  
    
Ihre Barties benötigen das ganzen Tageslicht  Spektrum d.h. inkl UVA und UVB Anteil. Wir verwenden für den Hotspot und  UVA/B die Lucky Reptile Bright Sun UV Dessert. Dies funktioniert jedoch  nur wenn das Aufzuchtterrarium hoch genug ist. Arbeitsabstand für die  50W bzw 70W ist ca 20--40 cm. Sofern man den Spot in das Terrarium  installieren möchte , benötigt mann dann min. ein Terrarium mit 50-60cm  Höhe(50cm nur für 50W Strahler). Bei Aufzuchtterrarien  von 30cm-40cm  Höhe, kann man natürlich den Strahler auch auf das Terrarium stellen,  sofern es sich nicht um ein Glasterrarium handelt und durch ein Loch im  Deckel bestrahlen. Glas filtert  nahezu 100% den UVA und B Anteil aus  dem Licht und die Barties würden nichts abbekommen.
    
Es gibt auch noch die Möglichkeit mit  Leuchtsoffröhren und Kompaktlampen den UVA/B Anteil zu erzeugen. Dies  funktioniert allerdings nur bis einem Arbeitsabstand von 25cm  einigermaßen, wobei auch hier nur ca 80µWatt/qcm zu erreichen sind. In  der freien Natur sind es dann doch eher 300µWat/qcm. Die Lucky Reptile  Bright Sun UV Dessert 70W bringt bei einem Arbeitsabstand von 35cm  immerhin gemessene 250µWatt/qcm.
    
Wir prüfen regelmäßig die UVA/B Intensität unserer  UV Strahler und diese werden im Normalfall einmal jährlich gewechselt.  UVB Leuchstoffröhren müssen bereits alles 3 Monate gewechselt werden, da  diese den UVA/B Anteil schnller verlieren und von Anfang an schon eine  kleinere Strahlungintensität haben wie die Metalldampflampen.
    
    
Auswirkungen
    
Sofern Reptilien und hier in besonderen Wüsten und  Steppen Reptilien zu wenig oder gar kein UVA/B Spektrum bekommen hat  dies schwerwiegend Folgen für deren Gesundheit. Angefangen damit, dass  das Wachstum schlecht ist, die Knochen zu weich werden und sich dadurch  Verkrüppeln können, bis dahin das Reptilien das Essen einstellen können  und im schlechtesten Fall sterben können. Natürlich ist die Gefahr eines  Bakteriellen oder Parasitären Befalles bzw. deren eigene bekämpfung  auch größer.
    
Eindeutige Anzeichen für zu wenig UVB ist das  zittern von Gliedmaßen. Dies hat nichts damit zu tun das es zu kalt ist,  sondern einer der ersten Anzeichen das zu wenig D3 gebildet wird. D3  ist ein Vitamin(eigentlich ein Enzym) was aus Kalzium und Phosphor duch  die UVB bestrahlung gebildet wird.
    
UVA Mangel hat zur Folge das Abetitlosgkeit und auch Häutungsprobleme auftreten.
    
Temperatur um die 45°C+ UVA ist zwingen für eine  gute Verdauung notwendig!! Ein tötlicher Ausgang kann durchaus die Folge  sein, wenn nicht geügend UVA/B Licht vorhanden ist.
    
    
Fütterung
Wir füttern  2 mal am Tag mit Futterinsekten, wie  Steppengrillen, Mittelmeergrillen, Wüsten oder Wanderheuschrecken,  Mehlwürmer und Phoenix Worm ( Larve der schwarzen Soldentfliege). Zudem  werden täglich Morgens und Mittags pflanzliche Nahrung gereicht, welche  ausgewogen sein sollte und ein hohen Kalzium Anteil haben sollte. Wir  sind verfechter, das nicht zu viel Futterinsekten verfüttert werden und  bei uns liegt das Verhältnis um die 70% Futterinsekten zu 30%  pflanzlicher Nahrung. Dies hat natürlich zur Folge das die Barties nicht  so schnell wachsen, als wenn diese nur bzw überwiegend mit  Futterinsekten gefüttert werden. Hat jedoch nur eins zur Folge und das  die Tiere gesünder aufwachsen und ein weniger länger benötigen um die  'Endgröße' zu erreichen, sowie die Geschlechtsreife sich auch um ein  paar Monate verzögert. All das ist nichts negatives, eher etwas  positives. Mann muss einfach nur bedenken das sehr viel tierische  Nahrung die Leber sehr belastet und zwar auch in der Wachstumsphase.  Auch in der freien Natur können sich die Jungtiere nicht jeden Tag nur  mit tierischer Kost ernähren
 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü